Jeverland/Schortens - In Deutschland wird statistisch alle sieben Sekunden eine Blutspende benötigt, um Kranke und Verletzte zu versorgen. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann, sind täglich rund 15.000 Spenden notwendig. Aber nur etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig, wodurch der Bedarf oft knapp gedeckt ist.
Der Kreisverband Jeverland im Deutschen-Roten-Kreuz (DRK) ehrte jetzt langjährige Blutspender für ihr außergewöhnliches Engagement. Sie wurden mit Urkunden und DRK-Präsenten ausgezeichnet. Das Küchenteam in der DRK-Bereitschaft Schortens hatte dafür ein Büfett für alle Jubiläumsspender sowie Helferinnen und Helfer aufgetischt.
Die 1. Vorsitzende des Kreisverbandes, Heide Bastrop, dankte im Namen des gesamten Vorstandes den Spendern für ihren besonderen Einsatz, um Menschen in Notfällen helfen und Leben retten zu können. Für jeweils 150 Blutspenden wurden Hans Gerd Stallkamp und Rita Masemann geehrt; auf 125 Spenden kommen Falko Stümer und Gerhard Grünebast, 100-mal spendete Timo Bischoff seinen Lebenssaft. Die weiteren Geehrten, 75 Blutspenden: Jürgen Meinjohanns, Gerd Müller; 50 Blutspenden: Sandra Kaufeld, Jasmin Meiners, Insa Bünting, Stephan Eiklenborg; 25 Blutspenden: Axel Peters, Eckard Kaufeld, Manuela Lübben, Ralf Hartmanns, Silvia Hirsch und Carola Feldhusen.
Der kommissarische Schatzmeister des DRK-Kreisverbandes, Hans Stümer, verwies auf die große Bedeutung freiwilliger Blutspender. Täglich werden in Deutschland tausende Blutkonserven benötigt – etwa nach Unfällen, bei Operationen oder zur Behandlung schwerer Krankheiten. Besonders in Ferienzeiten oder während Krankheitswellen kommt es immer wieder zu Engpässen. Mit regelmäßigen Aktionen möchte das DRK daher mehr Menschen motivieren, Blut zu spenden. Jede Spende könne bis zu drei Menschen helfen. Der Kreisverband Jeverland habe im Vorjahr insgesamt 5533 Blutspender bei 58 Terminen gezählt.
Der größte Anteil des Blutes werde auch weiterhin in der Krebsheilfürsorge benötigt. Fast jede fünfte Spende werde nur für diesen Bereich benötigt.
Die Quote der Erstspender konnte auf 7,6 Prozent gesteigert werden, liege aber immer noch unter dem Bundesschnitt von 9,1 Prozent. „Die Zahl der Erstspender muss noch gesteigert werden“, appellierte Hans Stümer an die Geehrten, im eigenen Umfeld noch mehr Werbung für das Blutspenden zu machen. Termine können bequem über die App der DRK-Blutspendedienste vorab reserviert werden. Weitere Informationen auch unter www.drk-blutspende.de/blutspendetermine.
Wofür wird Spenderblut benötigt? Etwa 16 Prozent der Blutspenden werden jeweils für Menschen mit Herz- beziehungsweise Magen-Darm-Erkrankungen benötigt, wie aus einer Grafik des Deutschen Roten Kreuzes hervorgeht. Weitere zwölf Prozent gehen demnach an Verletzte durch Sport-, Straßen-, Berufs- oder Haushaltsunfälle und etwa sechs Prozent an Menschen mit Leber- und Nierenerkrankungen. Mit etwa 19 Prozent wird der größte Anteil gespendeten Bluts demnach für krebskranke Menschen benötigt. Jährlich erkranken der deutschen Krebshilfe zufolge rund 500.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Sehr viele dieser Patienten sind auf den Erhalt regelmäßiger Blutspenden angewiesen, um zum Beispiel Blutbestandteile (wie die Blutplättchen) zu ersetzen, die während einer Chemotherapie zerstört werden.
