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Deutsches Rotes Kreuz Jeverland feierte das 125-jährige Bestehen mit einem Festakt im Schloss
DRK-Vizepräsident Volkmar Schön zeichnete den Kreisverband mit Henry-Dunant-Plakette aus.
Vizepräsident Dr. Volkmar Schön (rechts) überreicht dem Kreisverbandsvorsitzenden Rainer Schimunek die Henry-Dunant-Plakette zu Ehren des 125-jährigen Bestehens.
FOTO: NIEMANN
JEVER/NA – Viele lobende Worte gab es an diesem Sonnabend beim Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des DRK-Kreisverbandes Jeverland im Schloss zu Jever. 1884 von 102 Gründungsmitgliedern in der Marienstadt ins Leben gerufen, gehört der ursprünglich „Localverein“ genannte Kreiverband zu den ältesten Rotkreuz-Vereinen der Welt.
Vor zahlreichen Ehrengästen, darunter vielen Vertretern von anderen Hilfsorganisationen sowie von Feuerwehr und Polizei, schilderte zunächst Dieter Holzapfel als Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg den Beginn des Roten Kreuzes, das 1864 im Großherzogtum mit 300 Mitgliedern als zweite Hilfsgesellschaft der Welt entstand, wogegen es heute weltweit 186 sind. Das Jeverland sei dann eine der frühesten Folgeorganisationen gewesen. Der Präsident erinnerte an die Entwicklung von der einstigen Rädertrage bis zum heutigen modernen Rettungstransportwagen für 85000 Euro.
Dass sich das DRK mit seinen hochmotivierten und gut ausgebildeten Helfern und der professionellen Ausstattung auch in herausragender Weise in den Rettungsdienst Friesland einbringt, betonte dann der stellvertretende Landrat Reinhard Onnen- Lübben. Der Kreisverband sei eine Urzelle bei der Gründung des Rettungsdienstes gewesen und stehe 365 Tage im Jahr rund um die Uhr mit dem sogenannten Hintergrunddienst zur Verfügung, sei aber außerdem auch ein unersetzlicher Mitstreiter im Katastrophenschutz des Landkreises. Dabei seien die über 61000 Dienststunden, die allein 2008 von den ehrenamtlichen Helfern geleistet wurden, beeindruckend und sorgten mit dafür, dass das überall gegenwärtige Emblem des Roten Kreuzes den Bürgern auch ein Gefühl von Sicherheit vermittle.
Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt, die auch namens ihrer Kollegen aus den ebenfalls im Kreisverband vertretenen Kommunen Wangerooge, Wangerland, Schortens und Sande ein Grußwort sprach, stellte dann nicht nur hervorragende Leistungsangebote wie die Fahrdienste, Blutspendedienste und die lobenswerte Erste-Hilfe-Ausbildung durch den Kreisverband heraus, sie machte den Innovationsgeist und die Leistungsbereitschaft am Team fest und hob eine Person als Inbegriff dafür heraus: Isis von Puttkamer, ein „Urgestein“ des DRK mit vielfältigen hohen Verdiensten. Unter dem Sonderbeifall des Publikums zählte Bürgermeisterin Dankwardt dazu unter anderem ihre Ausbildungsarbeit, die Leitung der DRK-Sozialstation sowie als besonderes Steckenpferd die Schüler-Sanitäts-AGs auf.
Wie seine Vorredner ging anschließend Dr. Volkmar Schön auf manch beispielhafte Innovationen im Kreisverband ein. So nannte der Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes das Schwesternhelfer- Programm in den 80er Jahren, dem sich Isis von Puttkamer besonders gewidmet habe, oder die vor genau 20 Jahren gegründete Sozialstation, mit der der Kreisverband einmal mehr auf einen wachsenden Hilfebedarf ebenso reagiert habe, wie er das mittlerweile auch bei weiteren sozialen Dienste tue. Vorbildhaft seien zudem solche Kooperationen wie zwischen dem DRK Jeverland und dem DRK Wittmund, wo man sich bei manchen Aufgaben gegenseitig ergänze, statt überall die gesamte Palette vorzuhalten.
Nachdem Schön dann noch erläuternde Ausführungen über die Bedeutung der „Strategie 2010+“ zum Zusammenspiel von ehrenamtlichen Mitgliedern und hauptamtlichen Mitarbeitern gemacht hatte, überreichte er dem langjährigen Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Rainer Schimunek die Henry-Dunant- Plakette für 125-jähriges Engagement im Dienste der Menschlichkeit.
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