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(Landkreis Friesland, Stadt Schortens)



Ehrenamt hat herausragende Bedeutung (Jeversches Wochenblatt) PDF Drucken E-Mail

Helfer des DRK-Kreisverbandes 61500 Stunden im freiwilligen Einsatz / Anke Zentner koordiniert Ausbildung

Die rückläufigen Zahlen bei den Blutspendern machen dem Roten Kreuz Sorge.

CÄCILIENGRODEN/JEVERLAND/OS – Würde man alle ehrenamtlich geleisteten Stunden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreisverband Jeverland addieren, ergäbe sich die beeindruckende Zahl von gut 61500 Stunden. Das rechnete jetzt der Vorsitzende Rainer Schimunek anlässlich der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Cäciliengroden vor. „Ich brauche ihnen nicht zu sagen, wohin es führen würde, wenn diese Leistung auch nur mit einem Mindestlohn vergütet würde“, unterstrich er die herausragende Bedeutung des Ehrenamtes für den Verband.
 
Die Mitglieder der drei Bereitschaften Jever, Schortens und Sande im Kreisverband Jeverland waren im vergangenen Jahr wieder an vielen Stellen zumeist als stille Helfer im Hintergrund im Einsatz. Darüber berichtete Hans Stümer
von der DRK-Bereitschaft Sande. 138 aktive Helfer waren zur Stelle, wenn irgendwo öffentlich gefeiert wurde, bei Sportwettbewerben und anderen Veranstaltungen. So zum Beispiel auf dem Altstadtfest in Jever, bei „Sande mobil“, beim Jever-Fun-Lauf, bei Veranstaltungen im Bürgerhaus und vielem mehr.
 
Aber auch als Sanitätsdienst bei größeren Einsätzen der anderen Rettungskräfte, wie zum Beispiel der Feuerwehr sind die DRK-Mitarbeiter immer zur Stelle. Zudem leisten den so genannten Hintergrunddienst für den Rettungsdienst Friesland. Ein wichtiger Einsatzort ist auch der Strand bei Schillig. Hier übernimmt das DRK den Sanitätsdienst seit nunmehr über 40 Jahren. Im vergangnen Jahr waren die Ehrenamtlichen hier an 141 Tagen im Einsatz.

Weiterhin stünden noch 21 Frauen und Männer zur Verfügung, die weitgehend bei den Blutspende-Terminen mitarbeiten würden, so Hans Stümer. Sorgen bereite die rückläufige Zahl der Blutspenden. Man sei bemüht, durch Aktionen, die speziell die junge Generation ansprechen würde, für Nachwuchs zu sorgen. Allein die drei Bereitschaften wiesen im vergangnen Jahr gut 31000 Dienststunden auf, das seien rund 200 Stunden pro Mitglied, rechnete Hans Stümer vor.

Die Bereitschaft Jever war sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene beim Wettbewerb der Bereitschaften erfolgreich. Sie holte einmal den 1. und dann auf Bundesebene den 5. Platz ins Jeverland.
Jugendwart Andreas Folkers berichtet ebenfalls über große Erfolge bei Wettkämpfen. Zudem habe man die Mitgliederzahl bei den Jugendrotkreuzlern wesentlich aufstocken können. Zurzeit seien rund 70 Mitglieder dabei, durchschnittlich blieben die jungen Leute den Verband fünf Jahre treu.

Isis von Puttkamer wies auf die vielfältige Sozialarbeit hin – so zum Beispiel den Pflegehilfsdienst und die Seniorenarbeit, weiterhin den Schulsanitätsdienst.

Geschäftsführer Gerhard Carls berichtete unter anderem über die Pflegeeinrichtung, die im vergangnen Jahr einen leichten Zuwachs an Nachfragen hatte, so dass der Patientenbestand gestiegen ist. Beschäftigt wurden durchschnittlich 28 Pflegekräfte – examinierte Krankenschwestern und Altenpflegerinnen, Pflegeassistentinnen, Arzthelferinnen und Schwesternhelferinnen. Diese Fachkräfte würden kontinuierlich weitergebildet, so Carls. Die Zertifizierung des Pflegedienstes, die im Herbst stattgefunden habe, „haben wir mit Bravour bestanden“.

Die Aus- und Weiterbildung soll im DRK-Kreisverband Jeverland noch intensiviert werden. Deshalb sei Anke Zentner als Ausbildungskoordinatorin eingestellt worden, erklärte Vorsitzender Schimunek. Die Versammlung wählte zudem Peter Georgius zum neuen Kreisverbandsarzt. Georgius ist Facharzt für Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin im Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven. Gebürtig stammt er aus Wiesbaden und gehört schon seit 30 Jahren dem DRK an.

Emma Harken wurde für ihr großes Engagement mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Bernhard Johannsen wurde geehrt für seine 75-jährige Zugehörigkeit, Wolfgang Höpfner jun. Und Andreas Folkers sind seit 30 Jahren aktiv dabei. Sie erhielten Urkunden und kleine Präsente.

 

Artikel/Foto: Jeversches Wochenblatt - Friesisches Tageblatt

 
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