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| | | | Während die Leute vom Blutspendedienst Springe die Daten für die Aufnahme eingeben | .warten die Spendenwilligen geduldig, bis sie an der Reihe sind. | | | | |
| | | | Gerade in der Sommer-zeit werden die Blutreserven in den Kranken-| häusern knapp, weiß Gudrun Janßen von der DRK-Bereitschaft. JEVER/NC - „Oje, es pladdert ja wie verrückt. Da gehen doch die wenigsten aus dem Haus." Gudrun Janßen von der DRK-Bereitschaft Jever schaut mit ernster Miene aus dem Fenster. Sie befürchtet, der Blutspende-Termin in der Haupt-und Realschule am Dannhalm könnte ein Flop werden. Gerade diesmal, zum Jubiläum, wäre das schade: Seit einem hal-ben Jahrhundert gibt es das Blutspenden in Jever. Deshalb haben sich die rund 25 ehren-amtlichen Helfer, die am Dienstag und Mittwoch mit dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes aus | Springe Freiwillige zur Ader lassen wollen, ganz besonders viel Mühe gemacht. Doch die Sorge von Gudrun Janßen, in der Bereitschaft für den Sektor Blutspende zuständig, erweist sich als unbegründet. Schon zum Auftakt kurz vor vier bildet sich eine kleine Schlange vor dem Tisch, an dem die Leute aus Springe die persönlichen Daten der Spendewilligen aufnehmen. Die müssen einen Bogen mit allgemeinen Gesundheitsfragen ausfüllen, etwa beantworten, ob sie Medikamente einnehmen oder in letzter Zeit krank waren. Danach misst Melanie Janzen vom Blutspendedienst den Wert des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffs, der muss in einem bestimmten Bereich liegen. Danach geht's zum Gespräch mit dem Arzt: Dr. Karl-Heinz Schulze, Urgestein im Helferteam, checkt Bludruck und Puls, stellt schließlich die Spendefähigkeit fest und schaut auch sonst, „ob's allen gut geht", wie er sagt. Dann ist alles klar zum Abzapfen, ein halber Liter Blut muss es sein. Anschließend folgen zehn Minuten im Ruhe-raum - ehe es die verdiente Stärkung gibt, um wieder Kräfte zu sammeln. Und da kommt die Küchen-Mannschaft ins Spiel, zu diesem besonderen Anlass zaubern Elfi Fischer, Antchen Janßen und Erika Eggerichs etliche Leckereien: Bruschetta, einen bunten | | bildete Krankenpfleger auch als Aktiver ein, sorgt im Ruhe-raum dafür, dass die eben zur Ader Gelassenen im Zweifelsfall lieber noch etwas länger liegen bleiben. So weit ist es bei Hermann Peters noch nicht. Der 64-Jährige hängt noch an der Zapfstelle, Jörg-Carsten Hinrichs von der DRK-Bereitschaft schaut bei ihm nach dem Rechten. Zum 25. Mal istPeters beim Spenden dabei, für ihn Ehrensache. Carsten Cordes hingegen feiert seine Premiere als Blutspender; äußerlich ruhig lässt er die Prozedur über sich ergehen. Alles halb so schlimm. Und der 18-Jährige hat sich vorgenommen, auf jeden Fall wiederzukommen. Das hört Gudrun Janßen gerne, denn gerade jüngere Leute rücken viel zu wenig in den Kreis der Spender nach. „Dabei ist das doch so wichtig", findet sie. „Jeder kann schließlich mal in die Lage kommen, auf eine Blutspende angewiesen zu sein, und wäre dann froh, wenn ihm geholfen wird." Die Rotkreuz-Frau schaut wieder aus dem Fenster. Es pladdert weiterhin. Doch trotzdem kommen immer noch Jeveraner, die spen- | den wohnen..Gudrun Janßen hat den Eindruck, dass es mehr sind als sonst. Und weil Jubiläum ist, erhalten alle zum Dank ein Blutspende-Bärchen. | | | | | | | | Gudrun Janßen freut sich, mit Peter Quandt einen eifrigen Helfer und Spender in ihren Reihen zu haben. | | | | Bauernsalat, Tomate-Mozzarella, einen Melonen-Mix, Panacotta und Tiralmisu. Als deftige Ergänzung grillen Gun-drun Janßens Mann Uwe und Karl Holst draußen, unterm Fahrradständer vor dem Regen geschützt, Steaks und Würstchen. An der Essensausgabe haben Gudrun Janßens Schwiegermutter Inge und Emma Harken gut zu tun. So weit läuft also alles rund. Inzwischen ist auch Gu- | drun Janßen entspannt, an der Aufnahme reißt die Schlange nämlich nicht ab. Das freut die stellvertretende Leiterin der DRK-Bereitschaft, die hofft, dass auch am nächsten Tag noch reichlich Spender kommen. Denn sie weiß nur zu gut, dass gerade in den Sommermonaten, in der Ferienszeit, die Blutreserven in den Krankenhäusern knapp werden. „Viele sindhaltim Urlaub." Dabei sind Tag für Tag 3000 bis 3300 Spenden nötig im Einzugsgebiet des Blutspendedienstes Springe: Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Labor werden die Spenden auf Infektionskrankheiten untersucht, wenn alles okay ist, können daraus die Blutpräparate entstehen, die im Notfall Menschenleben retten. Auf dem Gang trifft Gudrun Janßen auf Peter Quandt: „Das ist unser Aushängeschild", erklärt sie schmunzelnd. Das Lob gilt dem Spender und dem Helfer. 1961 hat er zum ersten Mal etwas von seinem Blut hergegeben. „Ich war damals bei Olympia, und für die Spende gab's drei Stunden frei", erinnert sich Quandt lachend. 142-mal war er inzwischen dabei. Vor 25 Jahren stieg der ausge- | | | | Die Grillmeister: Karl Holst (rechts) und Uwe Janßen. | | | | Jörg-Carsten Hinrichs von Rechten, als der sich Blut | | | | | | der DRK-Bereitschaft schaut bei Hermann Peters nach dem abzapfen lässt. | Elfi Fischer, Antchen Janßen und Erika Eggerichs (von links) sorgen für den kulinarischen Nachschub. | | | |
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