INTERVIEW
Jugend wichtig für DRK-Arbeit
Dieter Holzapfel, Präsident des DRK-Landesverbands Oldenburg, begleitete den Wettkampf der Helfer in Je-ver. Warum gerade die Arbeit mit Jugendlichen wichtig ist, verrät er im NWZ-Inter-view.
VON ATTO IDE
FRAGE: Welche Rolle spielt die Arbeit mit Jugendlichen beim DRK?
HOLZAPFEL:
Die Jugend
ist unsere Zukunft. Mit jungen Leu-ten können wir immer wieder die Ideale des Roten Kreuzes in der
Gesellschaft verankern und für die jungen Menschen ist es wichtig, sich mit Werten auseinander zu setzen. FRAGE: Welche Aufgaben nehmen Jugendliche in der Praxis wahr?
HOLZAPFEL: Sie sind in die normale Arbeit der Bereitschaften eingebunden und das Spektrum reicht von Hilfeleistung in vielen Bereichen bis zu Wasser- und Bergwacht. Wir legen großen Wert darauf, junge Helfer mit älteren, erfahreneren zusammenarbeiten zu lassen.
FRAGE: Warum führen Sie Wettkämpfe durch? HOLZAPFEL: Wir sind sicher keine Sportgruppe, aber durch die Form des Wettkampfs können wir gut den Stand der Ausbildung erkennen und auch zeigen - deshalb auch Stationen mitten in der Stadt. Außerdem erhöht der Wettkampf die Motivation der Teilnehmer. FRAGE: Würden Jugendliche auch im Fall einer Katastrophe voll eingesetzt werden? HOLZAPFEL: Das hinge von der Situation ab. Es gibt immer genug Möglichkeiten, jemanden so einzusetzen, dass er nicht in vorderster Linie beteiligt ist. Das würden wir sicher ganz sensibel handhaben. Auch bei Auslandseinsätzen hat das Rote Kreuz speziell ausgebildete Kräfte, die darauf vorbereitet sind. So können diese Kräfte innerhalb von 36 Stunden drei komplette Krankenhäuser in der Größe eines Kreiskrankenhauses an jedem Punkt der Erde aufbauen.