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„Für uns ist das ein Quantensprung“, sagte Thomas Neumann, Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Damit meinte er das neue DRK-Gebäude auf dem Strand- und Campingplatzgelände in Schillig.Am Sonnabend wurde es offiziell seiner Bestimmung übergeben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Bislang war die DRK-Wache in einem 30 Jahre alten Container untergebracht. Für den 62 Quadratmeter großen Neubau hat die Wangerland Touristik GmbH (WTG) 65000 Euro investiert, wobei ein Großteil der Arbeiten in Eigenregie mit Bordmitteln erledigt werden konnte. Die Sanitätswache ist ein Blockhaus mit Holzrahmenkonstruktion. Die Fassade besteht aus der kanadischen Holzart Cape Cab und wurde speziell imprägniert. Darauf wird eine 15-jährige Garantie gewährt. Im Inneren gibt es einen Aufenthaltsraum mit Kochecke, je einen Schlaf- und Behandlungsraum sowie ein Bad und einen Heizungs- und Geräteraum. Ein Sanitätsgebäude auf dem Platz vorzuhalten sei, so Klaus-Peter Koch, Aufsichtsratsvorsitzender der WTG, eine „Verpflichtung gegenüber unseren Gästen“. Ohne ein Höchstmaß an Sicherheit für die Urlauber würde der Platz seinen guten Ruf verlieren, machte er deutlich. Während die Touristik-Gesellschaft in jedem Jahr auch die Sachaufwendungen der Station finanziert, stellt das DRK das Personal. Und das rekrutiert sich aus dem gesamten Bundesgebiet. „Wir setzen hier ausschließlich Ehrenamtliche ein, die jeweils für eine Woche auf dem Platz leben und die Wache betreuen“, erläuterte Neumann. In diesem Jahr wird die Wache an 138 Tagen besetzt sein, und zwar rund um die Uhr. Das entspricht rund 3300 Dienststunden, wobei jeweils drei Helfer eine Schicht bilden. Seit 1965 ist der Sanitätsdienst auf dem Campingplatz sichergestellt. Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, die notfallmedizinische Ausrüstung nach und nach zu verbessern. Derzeit befindet sich auch ein neues Untersuchungsgerät im Praxistest auf dem Platz. Vor einigen Jahren bekam die Wache ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung gestellt – und in den Sommermonaten ist an den Wochenenden auch ein Rettungswagen auf dem Platz stationiert. „Der kann auch das Umland mit abdecken, und könnte durch die Leitstelle Friesland ruhig häufiger angefordert werden“, sagte Neumann. (Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 10.07.2006)
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